Königspaar 1998-1999

Josef u. Angelika Kemper

Der Schützenfestmontag 1998

Der zweite Tag des alljährlichen Hochfestes in Düdinghausen, begann traditionell mit dem Schützenhochamt in der Pfarrkirche. Nach dem gemeinsamen Schützenfrühstück traten die Schützenbrüder zum Vogelschießen an.

Unter den Klängen von „mit dem Pfeil und Bogen“ erhob sich der Kugelfang mit dem hölzernen Aar in luftige Höhe. Der amtierende Schützenkönig Ferdinand Asmuth eröffnete mit drei gezielten Schützen das Ringen um die Königswürde. Der Vorstand und einige Schützen schlossen sich schnell an.

Dem besonderen Reiz des Vogelschießens war in diesem Jahr Josef Kemper jun. erlegen. Er hatte bisher noch nie auf den Vogel geschossen und wollte eigentlich nur „ein wenig“ mitschießen. Doch wie viele Könige vor ihm, stellte auch er fest, daß man sich bei der Atmosphäre, die unter der Vogelstange herrscht, schnell in einem „Schießrausch“ befindet. Wenn einen dieser Rausch einmal erfaßt hat, kann man ihm nur schlecht entrinnen.

Anfangs stritten noch mehrere Schützen um die Königswürde, bevor es zum Schluß zum Zweikampf mit Michael Rehne kam. Mit zwei gezielten Schüssen gelang es Josef, den zähen Vogel von der Stange zu holen.

So stand mit ihm als 50. Schützenkönig des Bürgerschützenvereins um 13.30 Uhr der neue Regent fest. Da sein Vater Josef vierzig Jahre zuvor Schützenkönig gewesen war, konnte man in Tepeln ein Jubiläum feiern.

Unter dem Jubel des Schützenvolkes wurde der neue Schützenkönig in die Halle getragen. Bei der anschließenden Königsproklamation erkor er seine langjährige Freundin Angelika Welticke aus Deifeld zur Königin. Zunächst bildeten das neue Königspaar seinen Hofstaat, bestehend aus Freunden und Geschwistern sowie den Spielern der Fußballmannschaft aus Düdinghausen. Neben den üblichen Dingen, wie Blumen bestellen, Kranz aufhängen und Essen bestellen, mußte das neue Königspaar außerdem bei seinen Arbeitgebern darum bitten, für Dienstag Urlaub zu bekommen. Dies war gar nicht so einfach, denn beide hatten erst kurz zuvor, ihre Arbeitsstellen gewechselt. Doch auch diese „Hürde“ nahmen die beiden mit Bravour.

Am späten Nachmittag wurde das neue Königspaar abgeholt. Königs= und Kindertanz schlossen sich an, bevor sich der Hofstaat zum gemeinsamen Abendessen in den Speisesaal der Schützenhalle zurückzog.

Zum Schützenball spielte die Festmusik aus Hirschberg auf, die gleich in ihrem ersten Jahr als Festmusik in Düdinghausen für eine „Superstimmung“ sorgte, von der die Schützen auch später noch schwärmten.


Das Jubiläumsschützenfest in Böminghausen

Auf besondere Einladung des Schützenbruders und amtierenden Schützenkönigs von Böminghausen, Frieder Behlen, war der gesamte Vorstand mit Königspaar und Hofstaat zum Schützenfest nach Böminghausen gereist.

Nachdem schon im Festzug die Königin und die Hofdamen mit ihren festlicheren Kleidern aufgefallen waren, blieb man die Antwort darauf, wie man in Düdinghausen feiert, nicht lange schuldig. So berichteten die „Upland=Tips“ später: „Super=gut=drauf waren beim Königsball vor allem die Düdinghäuser, die die Festarena zu den Profi=Klängen der Swing Brothers aus Korbach in ein Tollhaus verwandelten. Die „jungen“ Wilden vermittelten prächtige Stimmung und unterstrichen die guten nachbarschaftlichen Beziehungen über die Landesgrenzen hinaus“.

Doch damit noch nicht genug, besuchten alle gegen 21.00 Uhr noch kurzentschlossen das Schützenfest in Referinghausen. Hier zog man unter Begleitung der Musikkapelle Eppe in die Schützenhalle ein. Mit Begeisterung wurden die nicht angemeldeten Besucher vom Referinghäuser Schützenvolk begrüßt, so daß die etwas „mäßige“ Stimmung neu entflammte, und noch ein stimmungsvoller Abend gefeiert wurde.


Der Schützenfestsonntag 1999

Das Fest begann am Sonntag mit dem Weckruf des Musikvereins Düdinghausen. Im Anschluß an die Hl. Messe in der Pfarrkirche spielte der Musikverein Hirschberg zu einem Platzkonzert auf dem Kirchplatz auf.

Um 14.00 Uhr traten die Schützen vor der Halle zum großen Festzug an.

Nach dem Abholen des Hauptmanns und der Schützenfahnen wurde das Königspaar bei hochsommerlichen Temperaturen abgeholt.

Erstmalig nahmen am Festzug auch Jubelpaare teil. Änne Eickhoff (Niggemanns), die als erste Schützenkönigin ihr 50=jähiges Königinnenjubiläum feierte, sowie Theo und Liesel Butterwegge, die ihr „silbernes“ Königsjubiläum begingen, fuhren in einer Kutsche im Festzug mit. Dies wurde von den Schützen und Schaulustigen gleichermaßen begeistert aufgenommen.

Nach der Kranzniederlegung am Ehrendenkmal zog der Festzug unter den Klängen von „Preußens Gloria“ in die Schützenhalle ein. Mit dem Königs= und Kindertanz begann ein harmonischer Schützenfestsonntag.

Der Schützenball wurde um 19.30 Uhr von der Tanzkapelle des Musikvereins Hirschberg eröffnet und endete nach mehreren „Zugaben“ um 2.30 Uhr in der Nacht.

„Wir können auf ein tolles Schützenfestjahr zurückblicken, das durch wunderschöne Stunden bereichert wurde, sei es bei der Nachfeier am Dienstag oder dem Kranzwickeln am Freitagabend vor dem Schützenfest, jedoch durch unsere Heirat im Mai 1999 den absoluten Höhepunkt fand“, so Angelika und Josef im Jahre 2000.