Königspaar 1995-1996

Martin u. Gerlinde Frese

Der Schützenfestmontag 1995

Der Schützenfestmontag begann mit dem üblichen Programmablauf. Der amtierende Schützenkönig Ferdinand Klauke eröffnete das Feuer auf den Aar. Nachdem der Vorstand seine Ehrenschüsse absolviert hatte und sich das weitere Schießen recht zögerlich gestaltete, entschloß sich Martin Frese, auch mal einige Schüsse (seine ersten überhaupt) auf den Vogel abzugeben.

Um die Sache etwas in Schwung zu bringen, gesellten sich Thomas Giusti und Thomas Tüllmann zu ihm. So begann ein munteres und spannendes Vogelschießen zwischen den drei Bewerbern.

Während Martin durch seinen Bruder Lorenz stets ermuntert wurde weiterhin um die Königswürde mitzukämpfen, war Hauptmann Willi Eickhoff von diesem Tun gar nicht so begeistert.

Gegen 13.00 Uhr und zu Beginn einer weiteren Schießfolge von drei Schüssen meinte dann unser Vogelbauer Willi Koert noch zu Martin: „Martin, 100 Schütte kann hei noch verdrägen“! Doch der Vogel ergab sich bereits nach zwei gezielten Schüssen, und Martin war Schützenkönig.

Unter den Klängen von „Waidmannsheil“ wurde der neue Schützenkönig recht unsanft in die Schützenhalle getragen, da man es versäumt hatte, zwei gleich- große Träger auszusuchen. Und als Martin in die Halle hinein getragen wurde, war sein erster Gedanke: „Wo ist meine Frau“!

Nachdem er sie dann erspäht hatte, stellte er fest, daß auch sie sich, vom ersten Schrecken erholt, sichtlich mit ihm freute.

Der erste Gratulant ist der scheidende König

(hast du gutgemacht .....)

Königsproklamation durch Hauptmann Willi Eickhoff
Nach der Königsproklamation setzte sich dann, für das neue Königspaar fast un- bemerkt, die „Maschinerie“ der fleißigen Helfer in Gang. So war, als das Königspaar am (nicht mehr allzu frühen) Nachmittag nach Hause kam, bereits alles hergerichtet. Der Türkranz hing um die Eingangstür, sämtliche Fahnen waren gehisst, Bier in reichlichen Mengen war geliefert, das Königinnenkleid war beschafft, die Blumensträuße für Königin und Hofdamen waren parat und die Schulterstücke an die Jacke des Königs angenäht.

Nur keine der beiden Königinnenkronen wollte der Königin „stehen“, so daß sich Gerlinde entschloß, im Haar einen Blumenschmuck zu tragen.

Nach einem kurzen Regenschauer startete der Festzug am Nachmittag mit ziemlicher Verspätung, wohl auch deshalb, weil der Vorstand einige Umbesetzungen der Offiziersposten vornehmen mußte, da die Offiziere fast alle im Hofstaat waren.

Bei Sonnenschein und mit jeder Menge guter Festlaune marschierten die neuen Majestäten mit ihrem Hofstaat in die Schützenhalle ein.

Nach dem Königs- und Kindertanz wurden die vielen trockenen Kehlen vom Schankwirt Kiepen bis in die frühen Morgenstunden bestens „feucht“ gehalten.

Der Schützenfestsonntag 1996

Nach einer turbulenten Woche der Vorbereitungen begann das Schützenfest mit dem traditionellen „Weckruf“ des Musikvereins Düdinghausen.

So fanden sich die Musiker um 5.00 Uhr am „Königshofe“ zum Ständchenbringen und anschließendem Frühstück ein.

Gegen 10.45 Uhr spielte der Musikverein Wünnenberg nach dem Hochamt zum Platzkonzert auf.

Da Martin von der Generalversammlung im Januar 1996 zum Ajutanten gewählt worden war, mußte an diesem Tag Ferdi Asmuth als sein Ersatzmann eintreten. So ließ dieser um 14.00 Uhr die Schützenbrüder an der Schützenhalle antreten. Nach dem Abholen des neuen Hauptmanns Manfred Gerbracht und der Schützenfahnen, kam der Festzug gegen 14.30 Uhr „Am Pön Nr. 4“ an.

Nachdem Ferdi seine Schützenfestuniform gegen den „Hofstaat“ Anzug getauscht hatte, traten die Majestäten bei herrlichem Sonnenschein mit ihren 19 Hof-staatpaaren in den Festzug ein, der dann seinen Weg in Richtung Ehrenmal fortsetzte.

Neben den zahlreichen Schaulustigen waren wie immer viele auswärtige Freunde und Bekannte des Königspaares angereist, um sich den prächtigen Festzug anzuschauen, der vom Tambourcorps Wünnenberg musikalisch begleitet wurde.

Nach der Kranzniederlegung am Ehrenmal marschierte der Festzug gegen 15.30 Uhr in die von Willi Asmuth festlich geschmückte Schützenhalle ein.

Unter den Klängen der Tanzkapelle Wünnenberg und bewirtet von der Thekenmannschaft der Festwirtin Frau Biederbick, feierte das Schützenvolk, wie in Düdinghausen üblich, bis in die frühen Morgenstunden.

Erstaunt und erfreut war das Königspaar über die vielen Glückwünsche und späteren schriftlichen Gratulationen. Viele Freunde und Verwandte, sowie Arbeitskollegen waren von auswärts herbeigeeilt, um den beiden zu zujubeln.

Wie wichtig es für das Gelingen eines Schützenfestes ist, tatkräftige Hilfe von Freunden und Verwandten zu haben, die zudem gute Laune und Feststimmung verbreiten, wissen nicht nur Martin und Gerlinde Frese, sondern sicherlich auch alle anderen Königspaare.