Königspaar 1987-1988

Franz-Josef Aßmuth Änne Gerg

Der Schützenfestmontag 1987

Bereits Wochen vor dem Hochfest des Jahres hatte sich Franz-Josef Aßmuth gedacht: „Schützenkönig zu sein, das wäre auch mal was ....“. So hatte er sich mit Änne Gerk am Schützenfestmontag vor dem Hochamt darauf geeinigt, daß er auf den Vogel schießen würde.

Das übliche Programm nahm am zweiten Tag des Festes seinen Lauf. Nach dem Schützenhochamt für die verstorbenen Schützenbrüder, marschierten die Schützen zum gemeinsamen Frühstück in die Halle.

Um 10.30 Uhr hieß es dann: „Antreten zum Vogelschießen“!

Als mit dem 213. Schuß gegen 12.20 Uhr der Rest des Adlers von der Stange fiel, freute sich darüber keiner mehr als Franz-Josef Aßmuth, denn diesen Schuß hatte er abgefeuert.

Unter den Klängen von: „Mit dem Pfeil und Bogen ....“, wurde der Vogel aufgesetzt, und der Kugelfang von den jüngeren Schützenbrüdern mittels einer Drehkurbel an der Vogelstange hinaufbefördert.

Der amtierende Schützenkönig Heinz Peters eröffnete das Ringen um die Königswürde würde, bevor sich Pastor Malorny und der Schützenvorstand mit den Ehrenschüssen anschlossen.

Im Anschluß daran zeigte Franz-Josef sofort das Bestreben, neuer Schützenkönig zu werden. Als Mitstreiter um die Königswürde schlossen sich Johannes Kemper und Wolfgang Grottke an, so daß ein pausenloses, spannendes Feuergefecht auf den Vogel von rd. 1 ½ Stunden folgte.

Unter den Klängen von Waidmannsheil“ wurde der neue Schützenkönig auf den Schultern seiner Kameraden und begleitet von den Schützen, ins „Zelt“ getragen.

Bei der anschließenden Königsproklamation erkor er Änne Gerk zu seiner Mitregentin, für die aufgrund der morgendlichen Absprache, dieses „Ergebnis“ nicht unerwartet kam.

In der Schützenhalle brachten die Musiker aus Sichtigvor das fröhliche Schützenvolk bestens in Stimmung, bevor sich die Halle gegen 15.00 Uhr leerte.

Um 17.00 Uhr trafen sich die Schützenbrüder in der Halle wieder, um die neuen Majestäten abzuholen.

Franz-Josef Aßmuth nach dem erfolgreichen Königsschuß auf den Schultern der Schützenbrüder Thomas Göbel und Frieder Pohlmann

Besorgt blickte der Vorstand immer wieder fragend zum Himmel: „Hält sich das Wetter? “. Holen wir das Königspaar gemeinsam bei „Gerkes“ ab oder den König zuvor allein in „Felders“?

Obwohl einige Schützen schon einen recht „angeschlagen“ Eindruck machten, war für den Montagnachmittag wiederum eine staatliche Anzahl von Schützenbrüdern angetreten.

So wurde Franz Josef zunächst allein von zuhause abgeholt und anschließend Änne mit dem gesamten Hofstaat bei „Gerkes“. Da der Blick zum Himmel nichts Gutes vermuten ließ, entschloß sich der Vorstand beim Abholen der Königin, auf dem kürzestem Wege zur Schützenhalle zu marschieren.

Nach dem Königs- und Kindertanz spielte der Musikverein Sichtigvor zum Festball auf.

Die Festbewirtung lag wiederum in den bewährten Händen von Thekenwirt „Kiepen Henner“. Das Königspaar fühlte sich bei der Menüauswahl für das Festessen besonders gut beraten und war auch mit der Bedienung beim Essen und am Königstisch sehr zufrieden.

Im Laufe ihres Schützenfestjahres nahm das Königspaar mit seinem Hofstaat, dem Vorstand und dem Musikverein am Kreisschützenfest in Marsberg teil.

Nach einem sehr anstrengenden Festzug durch Marsberg hatten alle mächtig viel Durst. Bei bester Stimmung wurde erst recht spät der Heimweg angetreten.


Der Schützenfestsonntag 1988

Beim traditionellen Kranzwickeln am Freitagabend goß es wie aus Kübeln, so daß die geplante Feier im Freien ausfiel, und das Königspaar ins Pfarrheim ausweichen mußte.

Ebenso regnerisch war auch der Sonntagmorgen. Der Musikverein mußte seinen Weckruf in Regenmänteln durchführen. Im Mittag klarte sich der Himmel auf, und man konnte sogar ein paar Sonnenstrahlen ausmachen.

Um 14.00 Uhr marschierten die Schützen an der Halle ab, um die Majestäten abzuholen. Wie im Jahr zuvor wurde zunächst Franz Josef allein zu Hause abgeholt und anschließend Schützenkönigin Änne mit dem gesamten Hofstaat. Vorsorglich war der Hofstaat mit Regenschirmen ausgerüstet worden, die jedoch nicht gebraucht wurden, da sich der Wettergott nun gut gesonnen zeigte.

Das Königspaar nimmt die Parade ab.
Am Ehrenmal legte der Hauptmann für die Gefallenen und Vermißten beider Weltkriege einen Kranz nieder. Der Musikverein spielte das Lied „vom guten Kammeraden“. Danach schlängelte sich der Festzug durch die Straßen unseres Ortes. Zahlreiche Zuschauer von nah und fern jubelten dem Königspaar zu.

Das weitere Fest verlief bei bester Stimmung, zu der natürlich auch der Hofstaat, der Musikverein Sichtigvor und das Tambourcorps Wünnenberg erheblich beitrugen.

Darüber sind sich Franz Josef und Änne auch heute noch einig, daß sie gerne Repräsentanten gewesen sind, nicht nur für sich selbst, sondern auch für den Schützenverein und letztendlich das ganze Dorf und daß sie alles, was auf sie in ihrem Schützenfestjahr zukam, gerne und mit Freude gemacht haben.