Königspaar 1966-1967

Johannes Kropff und Marianne Rehne

Der Schützenfestmontag 1966

„Wir haben einen neuen Schützenkönig“! Mit diesem Ausruf begann Hauptmann August Rehne die Königsproklamation am Schützenfestmontag.
Nach dem morgendlichen Schützenfrühstück hatte um kurz nach 11.00 Uhr der Wettstreit um die Königswürde begonnen. Alljährlich ist das Schießen auf den stolzen Königsvogel einer der Höhepunkte des Schützenfestes. Nicht selten staunt das Schützenvolk ob der Überraschung, die sich da auftut –

Mit dem hatte ich nicht gerechnet!

Oftmals sind die Kandidaten lange bekannt und werden bereits Wochen vor dem Fest „hoch“ gehandelt. Zahlreiche Schützenbrüder haben auch den Kampf um die Königswürde jahrelang vergeblich geführt. Einer der es jedoch auf Anhieb schaffte Schützenkönig zu werden, war Johannes Kropff am Schützenfestmontag im Jahre 1966.
Die Zahl der Mitkonkurrenten war nicht besonders groß. Aber Johannes Bruder Dieter zeigte besonders Interesse. Nach dem die Ehrenschüsse absolviert waren, einige andere Schützen sich angeschlossen hatten und eine kurze Feuerpause eingetreten war, sagte Dieter zu Johannes: „Komm wir gehen jetzt zur Stange und halten drauf! Aber wenn er bei mir fällt, mußt du bezahlten. Du weißt ja, ich verdiene noch nicht viel!“
Bei dann abwechselnder Schießfolge merkt Johannes, daß sein Bruder Dieter tatsächlich richtig „draufhielt“.
&#Da muß ich mir wohl gesagt haben,“ so Johannes heute, „wenn ich schon bezahlen soll, dann kann ich „ihn“ auch selbst abschießen!“ Er übernahm dann das Gewehr und gab es nicht mehr ab. Es ging dann alles sehr schnell und mit dem 17. Schuß dieses einseitigen Wettbewerbs setzte der Vogel zum Sturzflug an. Es war auch gut, daß es auf einmal zu schnell ging, denn mit dem Königschuß zogen Regenwolken auf und es setzte starker Nieselregen ein. Leider sollte sich die Wetterlage über den gesamten Tag nicht bessern.

In Marianne Rehne (Henniges) fand Johannes im Anschluß an die Königsproklamation seine Königin.
Das seine Wahl auf Marianne fiel lag daran, daß bereits am Abend zuvor Hauptmann August Rehne zu Hannes gesagt hatte: „Sollte da morgen einer schießen der uns nicht passt, dann mußt du eingreifen! Dabei hatten die beiden für den Fall „X“ vereinbart, daß Marianne die Tochter des Hauptmanns, dann Königin wird.

Danach hieß es für das neue Königspaar, Hofstaat zusammenstellen, Kleid kaufen, Blumen bestellen, und, und, und.
Als alles organisiert war sah man Zimmes Hannes an der Theke inmitten der Schützenbrüder stehen. Gemeinsam wurde an diesem Nachmittag noch „kräftig einer drauf gemacht“.

Am späten Nachmittag ließ Adjutant Bernhard Assmuth die Schützenbrüder vor der Halle zum Festzug antreten.
Der Festzug wurde wegen des anhaltenden Nieselregens nur ganz kurz durchgeführt. Dies war schon deshalb möglich, da die beiden Regenten in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schützenhalle wohnen.
So wurde zunächst Johannes von seinem Elternhaus Zimmes abgeholt. Der Festzug wendete vor der Kirche und holte dann die Königin in Henniges ab. Von dort aus ging es auf dem direkten Weg in die Schützenhalle.

Nach dem Festzug stellte sich das Königspaar mit seinen Königsbegleitern, Bruder Dieter Kropff und Toni Gerbracht (Howes) zum Erinnerungsfoto auf
Nach dem Königstanz folgten der Kindertanz und der Schützenball, zum dem die Festmusik aus Hoppecke aufspielte.
Königspaar und Schützenvolk feierten wie in althergebrachter Weise trotz des schlechten Wetters und der Kühle am Wochenende ein stimmungsvolles Schützenfest.

Der Schützenfestmontag 1967

Nach dem traditionellen Weckruf des Musikvereins um 5.00 Uhr in der früh bei König und Königin, spielte die Festmusik aus Hoppecke nach dem Hochamt zum Platzkonzert auf dem Kirchplatz auf.

Um 14.00 Uhr trat man zum großen Festzug an. Bei diesmal strahlendem Sonnenschein säumten wieder zahlreiche Gäste die Straßen unseres Dorfes. Angeführt vom Spielmannszug Wünnenberg ging der Festzug nach dem der Hauptmann abgeholt worden war, zunächst zum amtierenden König Johannes Kropff und anschließend zurück zum Haus des Hauptmanns, um die Königin Marianne Rehne abzuholen.

Das Königspaar präsentierte sich zusammen mit dem festlich gekleideten Hofstaat dem Schützenvolk. Nach Kranzniederlegung am Ehrenmal marschierte man zur Schützenhalle. Hier warteten die Gäste bereits auf den Königs= und Kindertanz.

Der Musikverein Hoppecke brachte am Abend mit dem Musikstück „Tochter Zion“ und dem „Düdinghäuser Lied“ die Stimmung am Königstisch auf den Höhepunkt.