Vorwort zur Schützenfestchronik


Ferdinand Asmuth
(Hauptmann u. 1. Vorsitzender)
2000-2014
Alljährlich feiern wir in Düdinghausen unser Hochfest, das Schützenfest. Ein Höhepunkt dieses Festes ist zumeist der Festzug, der durch die mit Fahnen geschmückten Straßen des Dorfes führt. Wer den farbenprächtigen Zug mit dem Königspaar, dem Hofstaat und den vielen Schützen als Zuschauer verfolgt, macht sich kaum Gedanken über den Ursprung des Festes. Dabei lassen die Uniformen der Schützen, ihre Marschordnung, unterschiedliche Dienstgrade und die mitgeführten Fahnen erahnen, daß das Schützenfest Tradition hat.

Nach dem zweiten Weltkrieg waren Schützenfeste zunächst verboten und das Vermögen der Vereine gesperrt. Zu sehr sahen die Siegermächte in den Schützenvereinen noch die Kriegstruppen der Nazizeit. Die Geschichte des Düdinghäuser Schützenfestes beginnt in den ersten Tagen des Monats Juni 1948.

Auf der Heimfahrt von einem Sportfest fuhr die Fußballmannschaft des Sportvereins durch Brilon-Wald und „klaute“ dort den Schützenvogel, der beim ersten Schützenfest im Jahre 1949 von ersten Schützenkönig Paul Asmuth mit Keulen abgeworfen wurde.

Mit Stolz dürfen wir feststellen, daß unser Schützenfest auch nach 50 Jahren noch Bestand hat. Um das Schützenwesen und unser Hochfest haben sich die Mitglieder des Bürgerschützenvereins mit großem Erfolg bemüht.

Es mag sich zwar mit Beginn des 3. Jahrtausend für manchen die Frage nach dem Sinn und Ziel eines Schützenvereins und des Schützenfestes stellen.

Sinn und Ziel des Schützenwesen sind, das Gute und Bewährte zu erkennen und zu bewahren. Dazu gehört das ehrenamtliche Engagement der Schützenbrüder, unsere Vereins- und Dorfgemeinschaft zu pflegen und zu erhalten. Darüber hinaus bedeutet das Schützenwesen heute, die Geschichte der Heimat bewußt zu bewahren und das Gesicht des Dorfes mit zu prägen und zu erhalten.

Ich meine heute behaupten zu können, daß die Düdinghäuser Schützen in diesen 50 Jahren ihrer Schützenfeste nicht nur ihre Freude am Marschieren zur Marschmusik und am ausgelassenen Feiern in froher Runde kundgetan haben, vielmehr haben sie immer gezeigt, daß sie bereit sind, tatkräftig anzupacken, um somit fest in und zu unserer Dorfgemeinschaft zu stehen.

Vor diesen Hintergrund hat das Schützenwesen, unseres Bürgerschützenvereins und unser Hochfestes, auch in unserer Zeit mehr den je seine Existenzberechtigung.

Diese Werte gilt es weiter zu entwickeln und sie an unsere Jugend und künftigen Generationen weiterzugeben.

Unsere Schützenfeste waren immer ein Fest der Begegnung. Ehemalige Düdinghäuser feiern dieses Fest gern in ihrer Heimat wo Erinnerungen und Freundschaften aufgefrischt und neue Freundschaften geschlossen werden.

Damit die Schützenfeste in Düdinghausen für alle Beteiligten, die Schützen und deren Familien, unsere Kinder und zukünftigen Generationen lange in guter Erinnerung bleibt, wurde die Schützenfestchronik geschrieben.
 

Ferdinand Asmuth

Düdinghausen im Jahr 2000